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Asien
01 Mai 2026

Fünf Erlebnisse, die Sri Lanka unvergesslich machen

Meine Reise im April 2026, von Danila Eiselt

Schon lange war ich nicht mehr dort – auf dieser traumhaften Insel am südlichsten Zipfel von Indien. Umso grösser war die Freude, endlich wieder in den Genuss zu kommen, den unglaublich freundlichen Menschen zu begegnen und viele schöne Orte erneut zu sehen oder ganz neu zu entdecken. Es war so beeindruckend, dass ich im Folgenden von fünf besonderen Orten und Erlebnissen erzählen möchte.
Denn ganz ehrlich: Die sollten wirklich kein Geheimnis bleiben!

Ayurveda-Hotel Ayurvie in Weligama

Nach einem langen Flug mit Turkish Airlines nach Colombo und einem angenehmen Transfer im Kleinbus erreichen wir Weligama. Schon beim Aussteigen liegt eine Mischung aus Blüten, Meerwasser und tropischer Wärme in der Luft. Wir werden mit einer Jasmin-Blütenkette empfangen und bekommen einen erfrischenden Fruchtsaft in die Hand gedrückt – Ayubowan in Sri Lanka!

Das Ayurvie Weligama ist kein gewöhnliches Badeferienhotel. Nein, hier dreht sich alles um Ayurveda. Es ist ein reines Ayurveda-Hotel, spezialisiert auf hochwertige Kuren, mit ausschliesslich vegetarischer Küche – und die ist nicht nur gesund, sondern unglaublich fein. Viele Behandlungen finden im Freien statt, begleitet vom Rauschen des Meeres. Und dieser Blick über den Indischen Ozean … einfach berauschend. Meine persönliche Empfehlung: die Mastersuite ganz oben. Viel Platz, eine traumhafte Terrasse und eine Aussicht, von der man sich einfach nicht sattsehen kann. Man könnte hier wochenlang sitzen. Ein Spaziergang an den nahegelegenen Weligama Beach lohnt sich ebenfalls sehr. Endloser Strand, entspannte Stimmung und Surfer überall – vom Anfänger bis zum Profi. Offenbar herrscht hier das ganze Jahr über perfektes Surf-Wetter.
Ich komme definitiv wieder. Es ist soooo schön hier. Auch wenn das Gebäude von aussen eher unscheinbar wirkt – innen grosszügige, wunderschöne Zimmer und vom Balkon ein absoluter Mega-Blick!

Ein schwimmender Elefant im Gal Oya Nationalpark

So etwas habe ich noch nie gesehen. Und auch unsere Guides und Bootsführer auf der Safari waren völlig aus dem Häuschen: Rund 20 Minuten lang durften wir beobachten, wie ein Elefant von einer Insel zum Festland geschwommen ist. Wow, er schwimmt ganz ruhig und kraftvoll, obwohl er wohl mit allen Vieren paddelt, wie ein Hund. Der Rüssel kommt immer mal zum Vorschein, den nutzt er sicher zum Atmen. In diesem Moment verloren alle anderen Tiere, die wir gesehen haben, irgendwie an Bedeutung. Und dabei gab es so viele: unzählige Vögel, Adler und sogar ein riesiges Krokodil. Aber gesprochen haben wir am Ende nur über eines: den schwimmenden Dickhäuter. Denn so etwas erlebt man wirklich nur einmal im Leben.

Der Gal Oya Nationalpark ist eher unbekannt, aber genau das macht seinen Reiz aus. Es gibt dort ein wunderschönes Resort mit luxuriösen Zelten mitten in der Natur – echtes Wild Glamping. Zusammen mit den Rangern haben wir Gemüse-, Obst- und Kräuterplantagen entdeckt und viel über das indigene Volk der Veddhas, heute auch Adivasi genannt, erfahren. Sie lebten und leben teilweise noch immer im Dschungel. Wie so oft zieht es die junge Generation jedoch in die moderne Welt, weg von alten Traditionen. Umso schöner, dass es Menschen gibt, die sich für den Erhalt dieses Kulturerbes einsetzen. Das «Gal Oya Wild Glamping» der Thema Collection tut genau das und integriert die lokale Bevölkerung aktiv ins Resortleben. Grossartig!

Video vom schwimmenden Elefanten

Schnorcheln an der Ostküste in Passikudah

Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob hier nicht der Film «Findet Nemo» gedreht wurde. Beim Schnorchelausflug – nur wenige Minuten vom Strand von Passikudah entfernt – habe ich eine Korallen- und Fischwelt gesehen, wie ich sie mir kaum hätte vorstellen können. Wir sind mitten durch ganze «Nemo»-Schwärme geschwommen. Grosse, kleine, dicke, dünne Fische und allerlei andere Meeresbewohner kreuzten unseren Weg und liessen mich ständig staunen. Und die Korallen! Pink, neongrün, orange, blau – sie haben richtig geglitzert. Einfach herrlich.

Es gibt hier noch ein sehr gut erhaltene Korallenriffs, das war mir gar nicht so bewusst und irgendwie wird gar kein grossen Aufsehen darum gemacht. Mit einem einfachen Boot, Taucherbrille, Schnorchel und Schwimmweste ging es für etwa zehn Minuten raus aufs Meer – und dann waren wir stundenlang im Wasser. Das Highlight zum Schluss: Zurück im Boot wurden wir mit einem erfrischenden Snackpaket des traumhaften Maalu Maalu Resorts überrascht. Nach ein paar unfreiwilligen Schlucken Salzwasser war das eine echte Wohltat. Und nicht zu vergessen: das Resort direkt am Strand von Passikudah bietet die schönsten Seafood-Dinner am Strand an, die schönste Idee für einen romantischen Abend – einem Grund findet man doch immer, oder?

Video vom Schnorcheln

100 % von Frauen geführt – eine grossartige Initiative

Hier habe ich wirklich gestaunt. Das Amba Yaalu Kandalama, im Januar 2025 nahe Sigiriya eröffnet, ist das erste Hotel Sri Lankas, das zu 100 % von Frauen geleitet und betrieben wird. Vom Management über die Küche bis hin zu Technik und Sicherheit – alles in Frauenhand. Entwickelt von der Thema Collection, ist dieses Projekt ein starkes Zeichen für Frauen-Empowerment in einem traditionell männlich geprägten Sektor. Eingebettet in eine riesige Mangoplantage mit 457 Mangobäumen am Kandalama-Stausee, inspiriert vom Roman Amba Yaaluwo sowie von Sri Lankas Film- und Kulturszene, verbindet das Hotel Nachhaltigkeit mit echter sozialer Wirkung. Heute gilt es international als bewegende Vorzeigeinitiative für Gleichstellung im Tourismus in Südasien. Ich durfte hier übernachten und war tief beeindruckt – wirklich!

Bei Lord Mountbatten in gediegener, nachdenklicher Ruhe

Hoch über der quirligen Stadt Kandy, umgeben von etwas Nebel, Vogelstimmen und alten Teeplantagen, habe ich im Mountbatten Bungalow einen Ort gefunden, an dem die Zeit tatsächlich langsamer vergeht. Und der pinkrote Sonneuntergang auch. Zu wissen, dass hier einst Lord Louis Mountbatten lebte, verleiht dem Aufenthalt eine ganz besondere Tiefe. Knarrende Holzböden, antike Möbel und der Blick aus dem kleinen Infinity-Pool über die grünen Hügel – es fühlt sich an wie eine Reise in eine andere Epoche. Was diesen Ort für mich so aussergewöhnlich gemacht hat, ist die Mischung aus gelebter Geschichte, absoluter Ruhe und sehr persönlichem kolonialem Charme. Ein Aufenthalt, der Spuren hinterlässt. Ich würde jederzeit wiederkommen – und war definitiv viel zu kurz dort.

11 Tipps von mir für eine Reise durch Sri Lanka:

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