Reise nach Kambodscha und Thailand 14.05.22 - 06.06.22

Hans Wettstein reist das erste Mal seit der Corona-Pandemie nach Kambodscha und Thailand - Update vom 27.06.22

Begleiten Sie mich auf meiner ersten Reise nach Südostasien nach der Pandemie? Folgen Sie meinem Blog mit täglichen Updates. Die Reise geht nach Kambodscha und Thailand und wird sicher spannend!

Noch daheim frage ich mich, wie es wohl aussieht vor Ort, nachdem beide Länder fast zwei Jahre lang mehr oder weniger für den Tourismus geschlossen waren? Wie wird die Stimmung sein? Gibt es noch Restriktionen oder Auswirkungen der Corona-Krise? Wie fühlt man sich als Reisender, wenn ein Land nach so langer Zeit wieder öffnet?

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Fazit der Reise nach Thailand und Kambodscha

Die Highlights dieser Reise waren der Besuch des "Smiling Gecko"-Projekts und der Tempelanlagen von Angkor Wat in Kambodscha. Es war eine Freude zu sehen, wie das Sozialprojekt trotz der Corona-Krise dank des unermüdlichen Einsatzes von Hannes Schmid gewachsen ist. Angkor Wat einmal ohne Massentourismus zu erleben war einmalig. Versüsst hat die Reise das Hotel "Phum Baitang". Ein Traum, der wahr geworden ist. Als Abschluss die wohltuende Ayurveda-Kur mit intensivem Yoga im Mangosteen Resort auf Phuket geniessen zu können war genau das Richtige für mich. Meine Erfahrung: Ayurveda in Thailand ist im "Mangosteen" durchaus auf dem Niveau der Angebote in Indien und Sri Lanka!

Auch war es für mich wichtig zu erfahren, wie einfach das Reisen nach Asien jetzt nach der Corona-Krise ist. Die Einreisebestimmungen für Thailand, Kambodscha und andere Länder in Asien sind wieder locker, mittlerweile spielt es keine grosse Rolle mehr, ob man geimpft ist, oder ob das Impfzertifikat abgelaufen ist. Die Massnahmen werden abgeschafft, so gilt auch keine Maskenpflicht mehr.

Sehr berührend waren für mich die Begegnungen mit den Reiseleiterinnen und Reiseleitern vor Ort. War ich doch einer der ersten Touristen, die ihnen wieder Arbeit brachte. Sie haben in dieser unglaublich langen Krise stark gelitten und sind froh, dass das Ganze hoffentlich langsam aber sicher vorbei ist. Nutzen Sie die Gunst der Stunde und planen Sie jetzt ihre Traumreise nach Asien! Entdecken Sie die schönsten Orte ohne Massentourismus! Sie werden viele positive Erlebnisse mit nach Hause nehmen, das garantieren wir Ihnen!

Sonntag, 5. - 6. Juni - Rückflug Phuket - Abu Dhabi - Zürich

Meinen letzten Tag genoss ich voll und ganz. Wie könnte es anders sein? Mit Ayurvedabehandlungen und Yoga. Während zehn Tagen gönnte ich mir jeweils zwei Lektionen Yoga und zwei Stunden Ayurveda-Massagen. Ich fühlte mich wie neu geboren und der Abschied fiel mir schwer: Von Hajo und Rose, dem Therapie-Team, den Yogalehrenden und den immer freundlichen Angestellten des "Mangosteen Resorts".

Um acht Uhr abends flog ich mit Etihad in rund sechs Stunden nach Abu Dhabi, flächenmässig das grösste Land der Vereinigten Arabischen Emirate. Der Flug war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Im Flugzeug kam ich mit Dr. Jessy Mouhayar, die auch im "Mangosteen Resort" war, ins Gespräch. Die Libanesin arbeitet in einer Geburtsklinik in Abu Dhabi. Sie erzählte mir einiges über "Frauenrechte" in den Arabischen Emiraten: Abtreibungen sind strengstens verboten und wenn eine Frau ein Kind entbindet, ohne dass der Vater ausfindig gemacht werden kann, wird die Frau verhaftet, kommt ins Gefängnis und wird sogleich ausgeschafft. Dies passiert vor allem Gastarbeiterinnen... Für den dreistündigen Aufenthalt in Abu Dhabi leistete ich mir die Lounge (44 USD). Der Rückflug nach Zürich erfolgte pünktlich und um 03.15 lokaler Zeit, heisst 07.55 kam ich trotz Flug in der Economy Class relativ ausgeruht in Zürich Kloten an.

Samstag, 4. Juni - Ayurveda in Phuket

Heute unterrichtete Orlando Yin Yoga (Orlandophuket auf Instagram). Der Kanadier hat sich dem "Atemyoga" und Yin Yoga verschrieben und lebt schon viele Jahre auf Phuket. Ich begleitete ihn während einer Yogaklasse auf der Sitar. Anschliessend lud er mich zum Essen ein. Für mich eine Gelegenheit, um in den letzten Tagen der Kur die lokale Thai-Küche zu geniessen. In der Gegend gibt es Hunderte von kleinen Restaurants, in denen Expats, Touristinnen und Einheimische ein- und ausgehen. Wir fahren ins "Salaloy Seafood Restaurant" direkt an der Rawai Beach, ein einfaches Restaurant mit sensationeller Küche. In Rawai gibt es einen Fischmarkt. Hier kann man den frischen Fisch und allerlei Meeresgetier aussuchen und sich im Restaurant nach Wunsch zubereiten lassen. Endlich ein richtig scharfes und mit allen Thai-Gewürzen zubereitetes Essen! Ich mietete mir sogleich einen Motorroller (CHF 6 pro Tag) und fuhr damit der Küste entlang zum Sonnenuntergang. Am Strand sah ich ein Schild, das auf die Maskenpflicht hinweist mit der Warnung, dass eine Strafe von bis zu 20'000 Baht (CHF 600) fällig werden könnte. Zum Glück ist das alles Geschichte, denn die Maskenpflicht in Thailand wurde in der Zwischenzeit ganz abgeschafft. Alle Massnahmen sind aufgehoben und auch nicht geimpfte Personen können ohne grossen Aufwand nach Thailand reisen. Das Land hat während der Corona-Zeit stark gelitten und ich bin mir sicher, dass es keine Lockdowns mehr geben wird oder Massnahmen, die dem Tourismus schaden.

Dienstag, 31. Mai - 3. Juni - Ayurveda in Phuket

Mangosteen Ayurveda & Wellness Resort in Phuket, Thailand

Hajo und Rose von Keller haben das "Mangosteen Ayurveda & Wellness Resort" in den letzten zwanzig Jahren mit viel Herzblut aufgebaut. Hajo stammt aus München und seine Frau Rose aus Chiang Mai. Vor zehn Jahren haben Sie sich entschlossen, ganz auf die Wellness-Karte zu setzen, sie holten einen Ayurveda-Arzt aus Indien, was sich rundum gelohnt hat. In den letzten zehn Jahren haben sie ein Team von Ayurveda-Masseurinnen und -Masseuren aufgebaut und den Spa-Bereich mit Behandlungsräumen, Dampfsauna, einer Trockensauna, Yoga-Shala etc. erweitert. Eine schmackhafte und bekömmliche Küche rundet das Angebot ab. Gäste wohnen in einem der 25 Bungalows mit Sitzplatz oder Balkon. Alles Zimmer sind geräumig und mit allem Komfort eines 4-Sterne-Hotels eingerichtet, auch der Service ist top, man könnte dem "Mangosteen" locker 5 Sterne geben. Neben Ayurveda können auch Yoga- und Wellnesspackages gebucht werden. Das Hotel bietet zudem die Möglichkeit ohne Yoga und Ayurveda schöne Ferien zu verbringen. Wer mag, lässt sich aus Hajos Weinkeller und einem passenden Menu verwöhnen.

Was mir auffällt: Es ist ein wenig ein anderes Ayurveda-Publikum, das nach Thailand reist. Ich treffe nicht viele Schweizerinnen und Deutsche, aber zwei Frauen aus Singapur, aus England, eine Libanesin, die in Abu Dhabi arbeitet und einen Malaysier, der schon zum zweiten Mal für die Ayurveda-Kur nach Phuket reiste.

Ich genoss die täglichen Ayurveda-Anwendungen in vollen Zügen und liess keine Yoga-Klasse aus. Ich gebe zu: Ein wenig fehlt mir Indien, aber Phuket hat durchaus Vorteile: Alles ist sehr sauber und ruhig, die Menschen überaus freundlich, wie Indien und Sri Lanka ist auch Thailand ein sehr sicherer Ort - auch für alleinreisende Frauen. Was die Qualität der Ayurveda-Anwendungen anbelangt, sind sie jenen in Indien ebenbürtig. Die Küche mit thailändischem Einfluss und die sich grosse Auswahl an Yogalehrerinnen und Yogalehrern sind eine Bereicherung. Und last but not least: Die Unterkunft ist luxuriös - ich würde jederzeit zurückkommen. Einziger Wermutstropfen: Der Strand ist ein paar Kilometer weit entfernt, aber es gibt einen Gratis-Shuttle und der Swimmingpool ist riesig.

Montag, 30. Mai - Ayurveda in Phuket: Der grosse Buddha

Mit dem "Mangosteen"-Gründer Hajo unternahm ich heute einen kurzen Ausflug zum Grossen Buddha von Phuket und dem Buddhatempel in Chalong. Dieser Ausflug ist fast ein "Muss" auf Phuket. Obwohl: Gemäss lokalen Bauvorschriften sind keine über 80 Meter hohen Bauten erlaubt, dieses ist bestimmt höher... Auf dem Weg zum grossen Buddha fuhren wir an zwielichtigen Elefantenfarmen oder Tigerparks vorbei. In solchen fragwürdigen Parks werden Tiger und Leoparden für Fotos mit Medikamenten sediert und Elefanten an kurzen Ketten gehalten. Gleich zwei solche Elefantenanlagen sehen wir auf der Fahrt, wahrlich eine Schande, dass dies in Thailand zugelassen wird. Ich rate allen unseren Kundinnen und Kunden davon ab, solche Parks zu besuchen und damit zu unterstützen.

Es gibt zum Glück auch Tierauffangstationen, die Tiere artgerecht halten, so zum Beispiel der Green Elephant Sanctuary Park, wo man den Elefanten mit Respekt begegnen darf. Man darf die Tiere füttern und baden, aber Reiten ist nicht möglich.

Der Grosse Buddha wurde von einem thailändischen Mönch mit Marmorplatten aus Myanmar gebaut, allein die imposante Statue ist 45 Meter hoch. Anschliessend besuchten wir Wat Chalong, bei den Einheimischen der beliebteste buddhistische Tempel auf Phuket. Um böse Geister zu vertreiben, wurden bei unserem Besuch Böller gezündet und die Buddhastatuen wurden mit Goldplättchen geschmückt.

Sonntag, 29. Mai - Ayurveda in Phuket: Night Market in Phuket Town

Während einer Ayurveda-Kur sollten keine anstrengenden Ausflüge unternommen werden. Viel Zeit dafür bleibt in der Regel sowieso nicht: Der Tag ist mit den Behandlungen und Yogaunterricht schon gut ausgefüllt. Dazwischen will man vielleicht etwas Zeit am Swimmingpool oder am Strand geniessen.


Ein lohnenswerter Ausflug ist auf jeden Fall der Besuch des Sunday Night Markets in Phuket Town. Zusammen mit einem jungen Pärchen aus Hamburg buchte ich ein Taxi. Abends wird in Phuket Town die Strasse abgesperrt und Händler bauen Strassenstände und Souvenirläden auf. Die Strasse wird von schmucken, alten portugiesischen Häusern gesäumt.

Das kulinarische Angebot ist vielseitig, aber um meine Ayurveda-Kur nicht in Schieflage zu bringen, beschränke ich mich auf ein paar Häppchen und widerstehe dem frischen Lobster und den gegrillten Fleischspiesschen. Strassenmusik versüsst die Nacht, es gibt an jeder Ecke Gesangs- und Tanzeinlagen von einheimischen Musikern und Tänzerinnen. In den Läden werden landestypische Souvenirs angeboten. Im Laufe des Abends füllt sich die Strasse mit vielen Touristinnen und Touristen. Es gibt hier auch riesige Einkaufszentren, sogar Ikea ist vor Ort. Für jemanden, der auf Reisen gerne shoppt, ist Phuket ein Paradies.

Samstag, 28. Mai - Ayurveda in Phuket: Yoga im Garten und am Strand

Jeden Samstagmorgen steht Strandyoga mit Ann an der Nai Harn Beach auf dem Programm. Mit dem Hotel-Shuttle erreicht man den Strand in wenigen Minuten. Yoga mit einer Meeresbrise auf der Haut ist ein Traum, mein persönliches Highlight war das anschliessende Bad in der Brandung.

An den anderen Wochentagen findet hier Yoga in der grossen Yoga-Shala im Garten statt. Neben der Shala steht ein alter Banyanbaum und das Rauschen eines Wasserfalls ist zu hören. Sechs verschiedene Yogalehrerinnen und Yogalehrer wechseln sich ab, zweimal pro Tag wird Yoga angeboten. Der Vorteil dieses Systems ist, dass man verschiedene Yogastile kennenlernen kann und für alle etwas geboten wird.

Auch spannend: Im Süden von Phuket gibt es keinen Massentourismus, es leben viele Ausländer hier – auch solche, die davon leben, Yoga zu unterrichten. Aber ich lernte auch Thailänderinnen kennen, die sich in Indien ausbilden liessen und mit grosser Begeisterung Yoga in Hotels und Fitnesszentren unterrichten. Die Yogalehrerin Koong aus Thailand arbeitet in ihrer Yogaklasse auch mit Klangschalen, Kerstin kommt aus Hongkong und unterrichtet Kundalini Yoga, Die Thailänderin Nuya hat sehr viel Erfahrung mit Yoga und unterrichtet Acro Yoga und Hatha Yoga. Auch Dao ist eine begeisterte Yogalehrerin, die in ihren Klassen Yin, Hatha Yoga und Vinyasa Flow weitergibt.

Freitag, 27. Mai - Ayurveda in Phuket: Ayurveda unter der Leitung von Dr. Nezeem

Nach meiner Rundreise durch Thailand und Kambodscha landete ich nun also auf der Ferieninsel Phuket. Jetzt war Erholung pur angesagt – mit einer Ayurveda-Kur im «Mangosteen Resort». Für mich war es neu, eine Ayurveda-Kur in Thailand zu machen, bisher bin ich für Ayurveda-Kuren nach Indien oder Sri Lanka gereist.  Kann eine seriöse Ayurveda-Kur auch in Thailand gut sein? Ich bin hier, um das herauszufinden.

Der Ayurveda Doktor Dr. Nezeem Kadavil Uthuman aus Kerala führt seit diesem Jahr das Ayurveda-Zentrum. Er ist mit seiner Frau aus Kerala nach Phuket gezogen. Es gefällt ihm hier sehr gut. Dr. Nezemm ist keine Ausnahme: Viele Menschen in Kerala arbeiten als Gastarbeiter im Ausland, die meisten von ihnen in arabischen Staaten in guten Stellungen. Dr. Nezeem ist Moslem und hat einen Bachelor in Ayurvedic Medicine and Surgery. Er kommt aus einer Ayurveda-Tradition, sein Vater Usman Kadavil Uthuman war Ayurveda-Arzt in Kerala und arbeitete in verschiedenen angesehenen Ayurveda-Spitälern. Dr. Nezeems Frau war in Dubai als Fashion Designerin tätig gewesen, jetzt betreut sie die Rezeption des hausinternen Spas. So viel sah ich schnell: Hier werden hochwertige Ayurveda-Produkte der Firma Sitaram aus Kerala verwendet. Viele Insight-Kundinnen und Kunden kennen sie von Dr. Vignesh aus dem Sitaram Ayurveda Beach Resort gut. Das Ayurveda-Zentrum und die Behandlungsräume im «Mangosteen» sind sehr gut ausgebaut. Als besonders angenehm empfand ich die Dampfbäder mit Duschen nach den Ayurveda-Massagen.

Heute wurden die Massagen vom Ayurveda-Therapeuten Ajith Kumar aus Trivandrum, Kerala ausgeführt. Er arbeitete früher im Somatheeram in Kerala und in anderen Ayurveda-Resorts in Kerala. Ich merkte sofort, dass Ajith zwanzig Jahre Erfahrung mitbringt.

Aber auch die thailändischen Therapeutinnen machen einen guten Job. Sie praktizieren seit zehn Jahren Ayurveda unter der Leitung des früheren Ayurveda-Arztes Dr. Subhash aus Kerala. So kam ich immer wieder in Genuss einer Abhyanga-Massage mit vier Händen. 

Natürlich ist auch hier das Essen ein wichtiger Teil der Kur. Es werden vegane Mahlzeiten mit frischen Früchtedrinks und Powershots zubereitet. Auch Salate und Rohgemüse kann man in Thailand problemlos geniessen. Wer mehr Abwechslung braucht, darf thailändische Gerichte aus der Wellness-Menükarte wählen.

Während der Cooking Class mit Dr. Nezeem und seiner Frau kochten wir ein bekanntes indisches Gericht aus Kerala, den «Vegetable Stew», welcher mit viel Kokosnuss-Milch zubereitet wird.

Donnerstag, 26. Mai - Von Kambodscha nach Thailand

Heute Morgen ging es früh los zum Flughafen. In Phnom Penh kann man gar nicht zu früh losfahren für die Fahrt zum Flughafen. Ausser Busse, die auch im Verkehr steckenbleiben, gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel in dieser Stadt. Dementsprechend voll sind die Strassen. Wir blieben lange im Stau stecken, auch weil am Morgen viele Kinder mit dem Auto in die Schule gebracht werden.

Ich flog mit der Airline "Thai Smile" über Bangkok nach Phuket. Der Flug dauerte nur eine Stunde. Wegen der Maskenpflicht (wurde am 15. Juni aufgehoben), war bei der Cabin-Crew leider kein "Smile" zu sehen.

Wir flogen über den Golf von Thailand und die Strasse von Malakka auf die Insel Phuket in der Andamanensee. Gegen Ende des Fluges tauchten unter uns Inseln auf und die Vorfreude wuchs. Eine davon ist Phuket. Die Insel ist rund 48 km lang und 21 km breit, mit 543 km2 etwas kleiner als Singapore. Phuket ist die grösste Insel Thailands und war früher auf der Handelsroute zwischen Indien und China eine wichtige Station. Die Insel wurde nie kolonialisiert. Sie wurde reich durch Anbau von Kautschuk und die Förderung von Zinn. Die Strände der gesamten Ostküste der Insel wurden durch den Abbau von Zinn in Mitleidenschaft gezogen, die schönen Strände befinden sich darum alle an der Westküste der Insel.

Mittwoch, 25. Mai - Siem Reap - Phnom Penh

Heute nahm ich mir Zeit, das aussergewöhnliche Hotel "Phum Baitang" zu geniessen. Das luxuriöse Resort ist im Stil von Farmhäusern rund um Reisfelder gebaut. Das Resort gehört sicher zu den schönsten Hotels in ganz Asien.

Der junge Bartender in der rustikal eingerichteten Bar durfte schon Brad Pitt und Jeff Bezos einen Drink zubereiten. Angelina Jolie hat für Dreharbeiten zu ihrem Film "First they killed my father" drei Monate hier gewohnt (Für Fans: Die Villa Nr. 16 wars). Den Film hat Jolie in erster Linie für das kambodschanische Publikum produziert, sie wollte ihm die Geschichte des eigenen Landes näherbringen.

Dienstag, 24. Mai - Siem Reap: Dschungeltrekking

Heute war ein Dschungeltrekking angesagt. Mit mir unterwegs war Jann Fisch, der viele Jahre in Asien für Gate Gourmet tätig war. Jetzt unterstützt er das "Smiling Gecko-Projekt. Die Fahrt zum schönen Banteay Srey Tempel dauerte ungefähr eine Stunde. Der aus rosarotem Sandstein gebaute Tempel ist eine wahre Perle und gehört zu den grossen Highlights in Angkor Wat.

Nach dem Tempelbesuch wanderten wir auf einem Dschungelpfad 1.5 km nach Kbal Spaen. Auf der ganzen Wanderung sahen wir keinen einzigen Touristen, wir begegneten nur in Hängematten liegenden Tempelwächterinnen, welche sich die Zeit am Handy totschlugen. Im heiligen Fluss sind Lingams und Reliefs von Brahma und Vishnu zu sehen. Der Wasserfall mit dem kühlen Nass lud zum Baden ein.

Die Fahrt ging weiter nach Phnom Kulen, einem grossen Nationalpark inmitten von Wäldern gelegen. Der Fluss der 1000 Lingams hat etwas Magisches, auch die Wasserfälle sind eine Augenweide und das Beste - man darf im heiligen Fluss baden! Dieser Ort ist ein wichtiger Pilgerort für die Buddhisten der Region. An den Wochenenden ist hier viel los, dann besuchen Pilgerinnen und Pilger den grossen liegenden Buddha. Mir gefällt dieses Lokalkolorit sehr, für die Pilgerinnen und Pilger wurden viele kleine Stände und Restaurants aufgestellt.

Abends genossen wir ein Dinner im Restaurant "Lum Orng", etwas ausserhalb des Zentrums. Die Anfahrt im TukTuk des Hotels lohnte sich für das originelle Menu mit kambodschanischen Gerichten ganz nach dem Motto "farm to table".

Montag, 23. Mai - Siem Reap: Die Kinder vom Tonle-Sap-See

Der Tonle-Sap-See in Kambodscha ist der grösste See Südostasiens und eines der fischreichsten Binnengewässer der Erde. Hier ist jedes Jahr in der Monsunzeit ein einzigartiges Naturphänomen zu beobachten: Der Mekongfluss wechselt im Flachland von Kambodscha seine Fliessrichtung und füllt den Tonle-Sap-See von Juni bis November mit Wasser. Er wird so bis zu 250 km lang und 100 km breit.

Aufgrund von Umweltverschmutzung, Überdüngung und Überfischung ist das Ökosystem des Sees jedoch in grosser Gefahr. Auch die vielen Staudämme in Laos stören den saisonalen Rhythmus des Binnengewässers. Leider wird auch illegal mit Granaten und Strom gefischt. Die Erträge aus der Fischerei gehen jährlich zurück. Die Kinder vom Tonle-Sap-See sehen einer ungewissen Zukunft entgegen. Viele Fischer möchten nicht, dass ihre Kinder den gleichen Beruf ausüben wie sie. Doch aufgrund des schlechten Bildungssystems fehlen ihnen die Alternativen. Wir fuhren den auf Stelzen gebauten Dörfern entlang bis zum Wasser.

Jetzt am Anfang der Monsunzeit im Mai hat der See noch nicht viel Wasser. In Prek Toal befindet sich ein grosses Naturschutzgebiet. Im Winter können in den überschwemmten Wäldern viele Vögel beobachtet werden. Mit einem Langboot fuhren wir hinaus auf den Kanal und gelangten zu den schwimmenden Fischerdörfern auf diesem riesigen See.

Wir nutzten die Zeit und besuchten das Apopo Vistor Center. Eine holländische NGO hat sich der Räumung von Minenfeldern verschrieben. Noch immer liegen Tausende von grossen und kleinen Landminen in Kambodscha verstreut herum.

Es sind schreckliche Überbleibsel einer schlimmen Kriegszeit. Vor allem Bauern und Kinder sind regelmässig von Unfällen betroffen. Eine spezielle Rattenart aus Afrika soll nun Abhilfe schaffen. Die Tiere werden im Minenschnüffeln trainiert. Vor dieser afrikanischen Riesenhamsterratte nimmt jede Katze Reissaus... Die Ratte hat einen ausgeprägten Geruchssinn und kann das DDT der Minen aufspüren. Auf diese Weise können Minenfelder sicher geräumt werden.

Sonntag, 22. Mai - Siem Reap: Angkor Wat mit einer Hand voll Touristen

Neben dem Besuch von "Smiling Gecko" war der Besuch der Tempelanlagen von Angkor Wat mein wichtigster Grund, Kambodscha zu besuchen. Ich war schon mehrere Male an diesem unglaublichen Ort. Bei meinen letzten Besuchen war nicht zu übersehen, dass der Massentourismus Spuren hinterlässt. Vor der Coronakrise pilgerten täglich Tausende von asiatischen Touristinnen und Touristen aus China, Japan und Korea durch die Tempelanlagen. Jetzt bot sich mir die einmalige Chance, eine der eindrücklichsten Tempelanlagen der Welt in Ruhe neu zu entdecken. Noch vor Sonnenaufgang holten wir uns den 3-Tagespass für USD 62, davon gehen zwei USD ans Children Hospital Kantha Bopha.

Bei Sonnenaufgang hatte sich tatsächlich nur eine Hand voll Touristen vor dem grandiosen Angkor Wat versammelt. Mit meinem lokalen Guide fuhr ich zum grossen Tor, zur Elefantenterrasse und Angkor Thom mit Bayon, eine der eindrucksvollsten Tempelanlagen in Angkor: Auf 37 Gesichter-Türmen sind Buddha (oder Shiva) dargestellt. Um 10 Uhr waren wir dann rechtzeitig zurück im Hotel für das Frühstück.

Nach einer Siesta im Hotel standen nachmittags die verwunschen Dschungeltempel Ta Prohm und Preah Khan auf dem Programm. Der Urwald hat grosse Teile der Tempelanlagen überwuchert. Auch hier waren an diesem Tag kaum Touristengruppen unterwegs, wir trafen einzig auf ein paar Einheimische auf ihrem Sonntagsausflug. Für sie ist der Eintritt frei. Ta Prohm wurde berühmt durch den Actionfilm Tomb Raider (Anmerkung: Man muss ihn nicht unbedingt gesehen haben ;-)).





Samstag, 21. Mai - Smiling Gecko Farmhouse - Siem Reap

Ich verabschiedete mich vom "Smiling Gecko Farmhouse". Gerne wäre ich länger geblieben, doch meine Agentur organisierte die Fahrt nach Siem Reap in einem Lexus, welcher mit Gas betankt wird. Auf einer guten Strasse ging die Fahrt über Kampong Thom in rund fünf Stunden nach Siem Reap, der Stadt an den Tempelanlagen von Angkor Wat.

Unterwegs probierte ich meine asiatische Lieblingsfrucht Durian, die wegen ihrem ungewöhnlichen Duft auch Stinkfrucht genannt wird. Wegen ihres Geruchs darf man die Früchte nicht ins Hotel oder Flugzeug mitnehmen.

Ich übernachtete im Boutique Hotel "Shinta Mani" in der Nähe des Zentrums in Siem Reap. Noch fehlen die Touristen, es waren nur wenige Zimmer belegt. Der Service war trotzdem tadellos und das Hotel in einem guten Zustand. Dies ist nicht selbstverständlich, denn viele Hotels sind aufgrund der Coronakrise noch zu oder werden wohl für immer geschlossen bleiben. Vor allem die grossen Gruppen aus China werden noch einige Zeit ausbleiben. Abends war in der bekannten "Bar Street" nicht viel los, aber es herrschte gute Stimmung, da jetzt am Wochenende viele Einheimische unterwegs waren. Am Fluss konnte man sich an den vielen Strassenständen verpflegen. Ich traf hier wieder auf Wolfgang Blenk, den Koch aus dem "Smiling Gecko Farmhouse", wir genossen einen ruhigen Abend im Restaurant "Chanray Tree".


Freitag, 20. Mai - Smiling Gecko Farmhouse - mit Hannes Schmid auf Projekttour

Wieder gings auf Projekttour mit Hannes Schmid. Stolz führte er mich durch die Grossküche, in der das Essen für die Kinder der Schule und die Angestellten zubereitet wird. "Smiling Gecko Kambodscha" hat mittlerweile fast 300 Angestellte, dazu werden täglich 400 Schülerinnen und Schüler verpflegt. In der Küche werden zudem Einheimische in der Metzgerei und der Bäckerei ausgebildet.

Grossküche und Kantine 

Metzgerei 

Bäckerei 



Auf dem grossen Gelände der Schule, dem Herzstück des Projektes, befindet sich neu auch ein Gesundheitszentrum sowie eine Zahnarztklinik. Neben den Kindern der Schule profitieren auch die rund 12'000 Bewohnerinnen und Bewohner der Region davon, denn die ärztliche Versorgung ist in Kambodscha für die armen Leute kaum erschwinglich. Heute haben eine Krankenschwester und ein Assistent Dienst. Bald können auch Ärztinnen, Ärzte und Zahnmediziner aus Europa hier ein Praktikum absolvieren.


Gesundheitszentrum mit Zahnarztklinik 

Hannes Schmid hat grosse Pläne für "Smiling Gecko". Auf dem angrenzenden Gelände soll eine Fachmittelschule entstehen. Das Geld für den Bau wird aktuell gesucht. Bereits finanziert ist ein "House of Culture and Music". Aurel Aebi vom bekannten Architekturbüro "Atelier Oï" aus La Neuveville war während meines Besuchs vor Ort. Er hat das Kulturhaus, das in einem Bambuswald steht, konzipiert. Hier soll Musik unterrichtet und ein Ton- und Videostudio für lokale Kunstschaffende eingerichtet werden, damit Einheimische ihre Kreativität professionell ausleben können. In Kambodscha gibt es keine Kulturförderprojekte wie bei uns und weder ein gutes Ton- noch ein Filmstudio. Die Musikinstrumente aus der Schweiz sind bereits da und warten auf ihren Einsatz.

House of Culture and Music 

Atelier Oï 

Die Stromkosten einer so grossen Anlage sind hoch, darum wurde ein Solarprojekt realisiert. Noch fehlt die Möglichkeit, den gewonnenen Strom zu speichern.

Solarprojekt 

Überall auf dem Gelände der Farm wird Bio-Gemüse und Früchte angebaut, die Ernte dient dem Eigenbedarf. Was übrigbleibt, wird verkauft. Ebenso wachsen hier Heilpflanzen für die chinesische Medizin.

Obst- und Gemüseanbau 


Im "Biochar Projekt" wird der Abfall der gesamten Farm getrennt und fachgerecht recycelt.

Donnerstag, 19. Mai «Smiling Gecko Farmhouse» – mit Hannes Schmid auf Projekttour

Heute nahm mich Hannes Schmid mit auf eine "Smiling Gecko"-Projekttour. Auch mit seinen 74 Jahren sprüht er vor Energie und fuhr mich mit seinem Motorrad durch die grosse Anlage. Er hatte das Projekt während Pandemie nicht im Stich gelassen und war, trotz aufwendiger Quarantänemassnahmen, mehrmals nach Kambodscha gereist.

Die Schreinerei des Projekts ist ausstaffiert mit Maschinen aus dem Toggenburg. Hier werden momentan Tische und Stühle für das Farmhouse angefertigt.

Den nächsten Stopp machten wir bei der Fischzucht, welche mit Unterstützung der ETH Zürich aufgebaut wurde.


Anschliessend besuchten wird die Versuchsanlage für den Anbau von Vanille. Wenn es klappt eine Produktion aufzubauen, kann mit dem Verkauf von Vanille viel Geld für die Schule generiert werden.

Mittwoch, 18. Mai - «Smiling Gecko Farmhouse» – gut durch die Pandemie gekommen

Seit ich das das letzte Mal hier war, hat sich einiges getan.

Schön zu hören: Trotz der Pandemie mussten keine Angestellten entlassen werden. Die Zeit wurde genutzt, um das Farmhouse zu erweitern: Neu gibt es einen klimatisierten Konferenz- und Vortragssaal, eine neue Lounge, eine Poolbar und die neue Küche.

Ein grosser Spa-Bereich mit Behandlungsräumen, Fitnessraum, Swimmingpool wird bald eröffnet. Stolz präsentierte mir Hannes Schmid zusammen mit Leap, dem lokalen Chef von Smiling Gecko Kambodscha, das neue Spa, eben wurden hier 20 Kokospalmen gepflanzt.

Übers Wochenende ist das Farmhouse mit einheimischen Gästen und Expats aus Phnom Penh immer gut gebucht. Für die vielen Gäste aus der Hauptstadt musste sogar ein grosser Parkplatz angelegt werden. Familien aus Phnom Penh geniessen am Wochenende das köstliche Essen und den Swimmingpool. Mit dem Fahrrad oder auf einem Joggingpfad kann man das Gelände der Farm erkunden. Bevor sie zurück in die Grossstadt fahren, decken sich die Gäste mit frischem Gemüse und Früchten ein, die auf der Farm verkauft werden. Besonders beliebt waren bei meinem Besuch die frischgeernteten Honigmelonen. Sie waren im Nu ausverkauft.

Das Management des Farmhouses hat kürzlich der Schweizer Hotelier Benjamin Lehmann übernommen. Er war früher für die "Accor"-Hotelgruppe in Thailand tätig. Seine thailändische Frau Fon betreut den neuen Spa-Bereich.

Dienstag, 17. Mai - Bangkok - Phnom Penh - «Farmhouse Smiling Gecko»

Es war ein besonderer Tag in Thailand: Die Schulen öffneten nach der Pandemie ihre Tore wieder. Zwei Jahre lang konnten die Schülerinnen und Schüler nur online am Schulunterricht teilnehmen - eine schwierige Zeit für die Schulkinder! Ganz ehrlich: Ich hätte vom Bildungssystem dieses Landes mehr Engagement erwartet. Um dem Morgenverkehr auszuweichen, ging ich früh los zum Flughafen Suvarnabhumi. Der Flug mit Bangkok Airways nach Phnom Penh dauerte 1 1/2 Std.

Die Ankunft in Kambodscha verlief reibungslos. Das Visum hatte ich bereits in der Tasche, ich musste nur meinen Impfausweis zeigen - das wars. Nach geschätzten zehn Minuten war ich durch den Health Check und die Immigration durch und stand bereits am Gepäckband. In Kambodscha ist die Lage rund um Corona sehr entspannt. Es gibt keine Maskenpflicht mehr und man hat den Eindruck, Corona habe nie existiert. Ganz ähnlich sieht es seit Mitte Mai im Nachbarland Laos aus.

Am Flughafen wurde ich abgeholt und fuhr in weniger als zwei Stunden aufs Land ins "Smiling Gecko Farmhouse". Mein Freund Hannes Schmid, der Gründer des Farmhauses, wartete bereits auf mich und begrüsste mich mit seinem Team herzlich. Im Sozialprojekt "Smiling Gecko" war einiges los: Eine neue Restaurantküche mit modernen Geräten war eingebaut worden und wurde eben mit Freuden in Betrieb genommen. Der bekannte österreichische Koch Wolfgang Blenk unterstützte die Küchenmannschaft mit seinem Know-how. Der Schweizer Metzger "Hans", der die Metzgerei des Projektes führt, präsentierte stolz seine Mostbröckli und Bratwürste mit lokalem Kampot-Pfeffer. Wer gerne gut isst, ist hier genau richtig: Im Farmhouse wird man kulinarisch auf höchstem Niveau verwöhnt.

An meinem ersten Abend fand in einer speziellen Location ein "Fine Dining Event" mit einem "Chefs Table" statt. Es wurden Cooking Classes angeboten. Die kambodschanischen Fusion-Gerichte werden im Farmhouse unter dem Motto "farm to table" mit Produkten aus dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb unter der Leitung der kambodschanischen Köchin Mariya Un zubereitet.

Wichtig zu wissen: Der Erlös aus dem Hotel- und Restaurantbetrieb kommt voll und ganz dem Sozialprojekt "Smiling Gecko" zugute. Mit beiden Betrieben wird Geld für die lokale Schule generiert, so soll die Schule langfristig unabhängig von Spendengeldern werden.

Die kambodschanische Chefköchin Mariya und einige Teammitglieder wurden in der Schweiz ausgebildet. Es besteht eine Kooperation zwischen "Smiling Gecko" und der "Fundaziun Uccelin" von Andreas Caminada, einem der bekanntesten Köche der Schweiz.

Das Menu des "Fine Dining Events" war dementsprechend überwältigend! Die anwesenden Gäste kosteten, genossen und testeten, was auf den Tisch kam. Denn schon bald geht das Küchenteam auf eine Tour durch Europa, um mit "Fine Dine Events" neue Gönnerinnen und Gönner für das Smiling Gecko-Projekt zu finden.

 

 

 

Montag, 16. Mai - Bangkok


Heute war eine Sightseeing-Tour durch Bangkok mit Poy angesagt. Ich freute mich sehr, das "übliche" Besichtigungsprogramm für Bangkok ohne Massentourismus erleben zu dürfen.

Statt mit dem Auto waren wir mit dem ÖV, dem Skytrain und der Metro unterwegs. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in Bangkok sehr sauber und effizient. Hier galt noch Maskenpflicht, diese wird aber am 15. Juni aufgehoben. 

Wir fuhren zum grossen Blumenmarkt in der historischen Altstadt von Bangkok und besuchten die Tempelanlagen von Wat Pho mit dem 46 m langen liegenden Buddha.

Danach ging es weiter zum Wat Phra Kaeo mit dem Emerald Buddha im Grand Palace.




Ganz spannend dann die Fahrt im Langboot durch die Klongs, die alten Wasserkanälen Bangkoks. Wir überquerten den Chao Phraya-Fluss und konnten das Leben entlang der alten Wasserkanäle erkunden.

Immer wieder tauchten grosse Warane auf. Sie sind in Thailand geschützt.


Das Mittagessen genossen wir im Navy Club am Ufer des Flusses.

Sonntag, 15. Mai - Bangkok - Bangkok Night Life by TukTuk und Morning Glory on Fire

Der Flughafen Abu Dhabi ist im Vergleich zu Dubai und Doha eher klein und dementsprechend übersichtlich. Nach zwei Stunden ging der Flug pünktlich weiter und ich landete nach weniger als 6 Stunden in Bangkok, am Suvarnabhumi Airport. Im Vergleich zu früher waren an diesem Morgen nur sehr wenige Flugzeuge gelandet und die grossen Hallen angenehm leer. Mit dem Thailand-Pass ging es zügig durch die Immigration. Ausser dem Ausdruck des Thailand-Passes und dem Reisepass wurde hier nichts von mir verlangt. Im Nu war ich im Taxi auf dem Weg in die Stadt.



Am späten Nachmittag traf ich unsere Reiseleiterin Poy für eine Food-Tour durch das nächtliche Bangkok im TukTuk. Mit von der Partie war Gabriel Müller, er hat viele Jahre für Thai Airways gearbeitet, ist mit einer Thailänderin verheiratet und pendelt jetzt zwischen Bangkok und dem Engadin.


In Thailand wurde an diesem Sonntag der Buddha-Vollmond befeiert. Es durfte im ganzen Land kein Alkohol ausgeschenkt werden. Alle Bars waren geschlossen und auf unser Singha Beer (und den Hangover) mussten wir vorerst verzichten. Mit dem TukTuk fuhren wir zuerst zur alten Bangkok Railway Station Lua Lamphong. Von hier fahren Nachtzüge unter anderem in den Norden des Landes nach Chiang Mai. Es gibt Pläne, den Bahnhof für ein Shopping-Center abzureissen, aber diese wurden dank lokalem Widerstand bis jetzt zum Glück nicht umgesetzt.



Wir besuchten das hippste Streetfood-Restaurant ganz Bangkoks: Jai Fai, welches seit 2018 regelmässig mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wird. Food-Blogger aus der ganzen Welt sind begeistert und generieren Millionen von Likes. Leider bestand für uns keine Chance, die ausgezeichneten Gerichte der ikonischen Köchin (77) mit der Skibrille auszuprobieren, es werden keine Reservationen entgegengenommen. Eine indonesische Touristengruppe vor uns wartete schon seit vier Stunden auf einen freien Tisch. Hinzu kommt: Hat man den Tisch, wartet man noch einmal eine Stunde, bis das berühmte Krabbenomelett auf dem Teller landet...



Uns zog es mit knurrendem Magen weiter nach China Town, hier probierten wir einige Appetizer mit chinesischen Dim Sum. Die Strassen in China Town waren an diesem Sonntagabend voll mit Einheimischen, die sich an den unzähligen Strassenständen verpflegten. Wir fanden einen Tisch an einem Seafood-Stand. Der Morning Glory (thailändischer Wasserspinat) wurde spektakulär in einem Wok zubereitet.


Samstag, 14. Mai - Flug über Abu Dhabi nach Bangkok

Dieses Mal fliege ich mit Etihad Airways, der kleinen Schwester der grossen arabischen Airlines Emirates und Qatar Airways. Etihad-Kundinnen und -Kunden können vor dem Abflug die nötigen Reisedokumente, in meinem Fall den Thailand-Pass, auf die Website laden, damit geht das Einchecken am Flughafen etwas schneller.

In Kloten herrschte an diesem schönen Maitag Hochbetrieb - fast wie vor Corona. Das moderne Flugzeug, eine Boeing 787 (grosse Fenster) nach Abu Dhabi, ist praktisch ausgebucht. Die Economy Class verfügt im vorderen Bereich über erstaunlich viel Beinfreiheit. Es lohnt sich darum, die Plätze im vorderen Bereich kostenpflichtig zu buchen. Die Business Class ist ausgebucht und in der Economy Class sind nur wenige Sitze frei.

Mein Fazit: Etihad Airways bietet einen guten Service, auch in der Economy Class.

Vorbereitung der Reise nach Kambodscha und Thailand

Kambodscha und Thailand haben die Grenzen bereits vor ein paar Monaten für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Allerdings nur zögerlich und mit strengen Auflagen. Gerade für Thailand-Reisende waren die bürokratischen Hürden sehr hoch - wer will sich in den Ferien schon täglichen Tests unterziehen?

Am 1. Mai 2022 war es dann endlich soweit: Thailand ermöglichte geimpften* Touristinnen und Touristen die Einreise ohne Wenn und Aber. Es wurden keine PCR-Tests mehr verlangt, weder für den Flug, die Einreise, noch für die Rückreise. Das gilt seither für zweimal geimpfte Personen (unabhängig davon, ob das Impfzertifikat noch gültig war oder nicht).

Um nach Thailand reisen zu können, muss man online einen sogenannten Thailand-Pass bestellen, was unkompliziert ist. Man lädt die Impfbestätigung hoch und eine Bestätigung der Reise- oder Krankenversicherung und erhält die Bestätigung innerhalb eines Tages. Ein Visum ist nicht nötig. Wer nach Kambodscha reisen will, muss gar keine Bewilligung einholen. Für die Einreise muss man aber geimpft sein und benötigt eine Impfbestätigung sowie ein Visum, welches man bei der Ankunft bekommt. Ich habe das Visum für Kambodscha der Einfachheit halber für 36 USD online eingeholt und innerhalb von drei Tagen bekommen.

*Die gute Nachricht für nicht geimpfte Reisende nach Thailand: Ab dem 1. Juni ist die Einreise in Thailand auch möglich, wenn Sie nicht geimpft sind. Sie müssen sich nur einmal vor der Reise testen lassen, danach sind keine weiteren PCR-Tests mehr nötig, weder im Land noch für die Rückreise. Ausserdem wird es online noch einfacher, den Thailand-Pass zu beantragen.